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Der Abu Toby

...der Schwedenblinker für alle Fälle

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Seit über 60 Jahren gehört der „Toby“ Blinker der Firma ABU-Garcia zu den Dauerbrennern auf dem internationalen Kunstködermarkt. Bereits 1955 brachte der Schwedische Angelausrüster, damals noch ABU, den Blinker in Weidenblattform mit den unverwechselbaren Metallflossen an den Seiten auf den Markt. Durch die schlanke, leicht gewölbte Form sollte ein Hauptbeutefisch der Meerforelle, der Sandaal oder Tobiasfisch, imitiert werden, davon leitete sich der Markenname „Toby“ ab. Längst hat sich der Toby aber auch abseits der Küstenangelei auf Meerforelle in allen Gewässertypen und auf alle Raubfischarten etabliert – ein Allroundtalent und daher zurecht eine echte Köderlegende.

Auf dem längst unüberschaubar gewordenen Kunstködermarkt, welcher alljährlich eine ganze Armee neuer Ködermodelle hervorbringt, gibt es nur noch wenige „Dauerbrenner“: Köder, denen man aufgrund jahrelanger Erfahrung felsenfest vertraut und die selbst noch unter schwierigsten Bedingungen letztlich zum Erfolg führten. Es sind gerade diese Köder, die an schwierigen Tagen den wesentlichen Unterschied ausmachen, die den Angler trotz stundenlanger Beißflaute doch noch zu ein paar „letzten“ Würfen animieren. Der Toby von ABU-Garcia ist für sehr viele Spinnfischer ein derartiger Blinker. Ursprünglich für die Küstenfischerei auf Meerforelle gebaut, wird das weidenblattförmige Blech heute weltweit in allen Gewässertypen und auf sehr viele Raubfischarten eingesetzt. Ursprünglich wurde der Toby ausschließlich in schlanker Bauweise, in silber und in nur zwei Ködergewichten, 7 und 18 Gramm, hergestellt. Dagegen stehen dem Angler heute gleich drei Ködervarianten zur Auswahl: Der Toby, die klassische schlanke Ködervariante in acht unterschiedlichen Gewichten und vielen Farbvarianten, der Toby Magnum, ein 15 cm langes und 60 Gramm schweres Modell, welches vor allem zum Schleppfischen und Spinnfischen auf Hecht eingesetzt wird. Abgerundet wird die Modell Palette durch das Modell „Toby Salmo“, welches sich durch eine deutlich breitere Form des Metallblattes auszeichnet.

Unabhängig von Gewicht, Länge und Modell liegt das Geheimnis aller Toby Blinker in der besonderen Biegeform. Betrachtet man die Bleche von der Seite fällt eine charakteristische Wölbung auf, welche sich über die Längs- als auch die Breitseite des Köders erstreckt und für das typische, „nervöse“ Laufverhalten verantwortlich zeichnet. Bei nicht zu langsamer Köderführung huscht der Toby in unregelmäßigen zick-zack Bahnen durch das Wasser und erregt damit die Aufmerksamkeit der Räuber. Selbst beim Schleppfischen macht der Toby eine ausgezeichnete Figur und kann, was die Fängigkeit betrifft, oft sogar mit Leichtbau-Schlepplöffeln und Perlmutt mithalten. Die höchste Fängigkeit erreicht der Schwedenblinker aber beim Spinnfischen und dann vor allem, wenn rasches Einkurbeln von kurzen Spinnstopps unterbrechen wird. Während dieser Ruhephasen flattert der Köder aufgrund der seitlichen Biegeform aufreizend in Richtung Gewässergrund.

Forellen, Saiblinge, Flussbarsche, Hechte und selbst den ein oder anderen besonders argwöhnischen Aitel konnte ich im Laufe der letzten Jahre mit dem Abu Toby überlisten. Damit hat der Blinker zurecht einen Ehrenplatz in meiner Köderbox, und dies wohl unabhängig davon, welche neuen High-Tec Köder der Angelmarkt in Zukunft hervorbringen wird. Der Toby ist für mich einer von wenigen Vertrauensködern, an deren Fangkraft ich selbst nach langen Beißflauten und wiederholten Schneidertagen niemals zweifle. Vor allem aber für den „Geduldsfisch“ Seeforelle ist dies aus meiner Sicht ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Denn wer seinem Köder vertraut, anstatt unsicher nach drei, vier erfolglosen Würfen in der Köderbox nach einer “besseren” Alternative zu suchen, wird vor allem an schwierigen Tagen am Ende länger durchhalten und dann vielleicht doch noch mit dem langersehnten Biss belohnt.

Text: FishFirst

Die Qual der Wahl: Dem Angler stehen verschiedene Farben und Gewichte in drei Modellen zur Auswahl
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Auch Bachforellen mögen Toby Blinker
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Original (rechts) und Imitat (links): Der wesentliche Unterschied liegt in der Biegung des Metalls
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Das Geheimnis der Fängigkeit liegt in der besonderen Biegung des Toby Blinkers (rechts)
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Prächtige Seesaiblinge - gefangen auf Toby Blinker
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